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„Sechs Tipps für erfolgreiches Talent-Management“ von Martina Weiner

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Im „War for Talent“ wird neben der Gewinnung der richtigen Arbeitskräfte vor allem die Bindung hochqualifizierter Fach- und Führungskräfte immer zentraler für den Unternehmenserfolg. Unsere Erfahrungen zeigen, dass hierfür ein ganzheitliches Talent-Management vonnöten ist. Damit dieses gelingt und von Erfolg gekrönt ist, hat Martina in einem Artikel bei Gründerszene sechs Tipps veröffentlicht. Sie sind in Anlehnung an ihr Buch „HR Basics für Start-ups“, das sie gemeinsam mit Constanze Buchheim geschrieben hat, entstanden.

Von besonderer Wichtigkeit ist die Bedeutung, die HR innerhalb des Unternehmens zukommt. Wer als Gründer oder CEO das Thema Personal nicht als eine strategisch wichtige Aufgabe behandelt, wird es schwer haben, die besten Mitarbeiter zu finden und zu binden. Mit Blick auf den Recruiting-Prozess selbst sind die Schaffung einer starken Employer Brand als Identifikationsgrundlage für Kandidaten, die Klärung des Stellenprofils und der Sourcing-Strategie im vornherein sowie die richtige „candidate experience“ im Bewerbungsprozess erfolgskritische Schritte. Der Einstellungsprozess muss darüber hinaus durch ein erfolgreiches Retention-Management, das unter anderem einen Führungsstil auf Augenhöhe und ein professionelles Feedbacksystem umfasst, komplettiert werden.

Die Aufschlüsselung dieser einzelnen Kernbereiche eines erfolgreichen Talent-Managements findet ihr in Martinas Beitrag „Sechs Tipps für erfolgreiches Talent-Management“, der gleichzeitig eine thematische Sneak-Preview in den von i-potentials organisierten Workshop „Recruiting und Retention im Digitalen Zeitalter“ zum Gründerszene HR Day am 03.06.2015 darstellt.

hr day

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Lesetipp – Ben Horowitz: The Hard Thing About Hard Things. Building a Business When There Are No Easy Answers

In seinem Buch „The Hard things about Hard things. Building a Business When There Are No Easy Answers“ erklärt Gründer, Investor und Blogger Ben Horowitz pointiert und auf brutal ehrliche Weise wie man als Gründungs-CEO im harten Start-up -Alltag überlebt. Der Internet-Pionier sollte es wissen: Bevor Horowitz den im Silicon Valley ansässigen VC Andreessen Horowitz mitgründete, war er 1995 einer der ersten Produkt Manager bei Netscape und wurde dort kurze Zeit später Vice President. Im Anschluss gründete er Loudcloud mit und brachte das Unternehmen als CEO nach dem Platzen der Dotcom-Blase 2001 unter widrigen Bedingungen erfolgreich an die Börse. 2007 ging das Unternehmen unter dem Namen Opsware für 1,6 Milliarden USD an Hewlett-Packard.

Mit diesen Erfahrungen im Gepäck gibt Horowitz wertvolle Tipps, wie die wirklich harten Herausforderungen beim Aufbau eines Unternehmens zu bewältigen sind und wie man als Gründer sein Start-up zum Erfolg führt. Dabei fesselt Horowitz mit Witz, Relevanz und einer Spur amerikanischem Pathos: Er geht auf die Probleme und Herausforderungen ein, die ihn im Laufe seiner Karriere bewegt haben und reichert diese mit persönlichen War Stories und Rap Zitaten an. Denn von Rappern können Unternehmer, laut Horowitz, ebenfalls lernen: „They aspire to be both great and successful and see themselves as entrepreneurs, many of the themes – competing, making money, being misunderstood – provide insight into the hard things.“ Kein große Überraschung also, dass Horowitz Buch, das im März diesen Jahres erschienen ist, bereits als Bibel für Jungunternehmer im Silicon Valley gehandelt wird.

Wenn auch primär an Start-up CEOs gerichtet, ist „The Hard Things About Hard Things“ auch ein Must Read und spannende Lektüre für alle Manager und Start-up Personaler, da das Thema Recruiting und Management, zentral mit dem Start-up Erfolg verbunden, auch unweigerlich den Weg in die Riege der „Hard Things“ schafft.

So gibt Horowitz unter anderem Tipps dazu, wie Politik im Start-up am besten minimiert werden kann, wie die richtige Art von Ambition von der falschen unterschieden werden kann, welche Titel und Beförderungen zu welchem Zeitpunkt Sinn machen oder in welchen Fällen auch sehr smarte Mitarbeiter zu schlechten Mitarbeitern werden können. Auch auf die Frage welchen Grundanforderungen ein exzellenter Head of HR gerecht werden sollte bietet Horowitz eine schlagkräftige Antwort, die wir unterschreiben können.

Aus der HR Perspektive sind auch seine entgegengesetzten Positionen zu konventionellen Empfehlungen von VCs oder erfolgreichen Gründern interessant, wie beispielsweise leitende Manager von großen Unternehmen früh ins Start-Up zu holen, Executive Positionen nur im Konsens zu besetzten oder zentralen Mitarbeitern, die bereits auf dem Weg nach draußen sind, mit einem besseren Angebot zum Bleiben zu bewegen.

Kurzum deckt Horowitz unverblümt und unterhaltsam die seiner Meinung nach wirklich harten Herausforderungen eines Gründers im Start-up-Alltag ab und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund, denn um es mit seinen Worten zu sagen: „If you are going to eat shit, don’t nibble.“

Zum Buch auf Amazon: http://amzn.to/1jTHi7K

Horowitz Erlöse des Buches gehen übrigens zu 100% an den American Jewish World Service, um Frauen in Notsituationen bei der Durchsetzung ihrer Rechte zu unterstützen.

– Martina Weiner