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Der E-Entrepreneurship Flying Circus zu Gast an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin

Eine bundesweite Bustour zur Stärkung der Gründerausbildung für die Digitale Wirtschaft

Essen, 03.09.2014 – Im Rahmen des „Wissenschaftsjahres 2014 – Die digitale Wirtschaft“ startet im Oktober der E-Entrepreneurship Flying Circus mit einer Bustour zu einer Rundreise an sechs deutsche Hochschulen im gesamten Bundesgebiet. Am 08.10.14 wird er dabei ab 10:00 Uhr an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin auf dem Campus Schöneberg im Haus B zu Gast sein. Ein umfangreicher Aktionstag mit Expertenrunden, Vorträgen und Diskussionen soll vor Ort die Wichtigkeit einer Ausbildung von Gründern für die Digitale Wirtschaft (E-Entrepreneurship) motivieren. Ein passender Ansatz, denn gerade auch aus den Hochschulen soll die nächste Gründergeneration mit neuen Startups für die Digitale Wirtschaft hervorgehen.

„Laut einer Studie unter jungen Europäern zwischen 16 und 30 Jahren haben nur 12% der Befragten in Deutschland ein Interesse an einer eigenen Unternehmensgründung. Das Ergebnis schlägt sich auch auf die Digitale Wirtschaft durch und deswegen haben wir zu wenig Startups in diesem Bereich und hinken den Digitalen Weltmarktführern aus den USA hinterher.“ sagt Prof. Dr. Tobias Kollmann von der Universität Duisburg-Essen als Organisator des E-Entrepreneurship Flying Circus. „Ohne eine systematische Verankerung der Gründerausbildung in der Schnittstelle von BWL, Wirtschaftsinformatik bzw. Informatik an den Hochschulen wird Deutschland langfristig den Anschluss an die digitale Weltspitze verlieren.“ so der Forscher und Vorsitzende des Beirats Junge Digitale Wirtschaft im BMWi.

 Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Hochschule und Startup-Szene sind in Berlin dabei

Der E-Entrepreneurship Flying Circus soll gerade auch in Berlin eine Aufmerksamkeit für diese Problematik erzeugen und zugleich die Schüler und Studenten vor Ort für die eigene Unternehmensgründung in den Bereichen Internet, Mobilfunk und Interaktives Fernsehen begeistern. Dafür engagieren sich bei der Veranstaltung in Berlin zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Hochschule und Startup-Szene: Sigmar Gabriel (Bundeswirtschaftsminister, SPD),Dorothee Bär (Staatsekretärin, CSU), Lars Klingbeil (SPD), Constanze Buchheim (i-potentials), Christian Nagel (EARLYBIRD Venture), Sascha Schubert (Entrepreneurs Club Berlin), Peter Borchers (Hubraum), Tom Kirschbaum (Gründer ALLRYDER), Prof. Sven Ripsas (Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin) sowie die Gründer Frederic Westerberg (tvsmiles.de), Moritz Klussmann (customer-alliance.com), Tim Fronzek (rebuy.de) und Björn Sykora (misterspex.de). Als Moderatoren konnten Corinna Visser (Tagesspiegel), Florian Nöll (Bundesverband Deutsche Startups) und Tilo Bonow (piâbo) gewonnen werden. Inhaltliche Unterstützung erhält das Projekt von Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow von der Universität Paderborn.

Das Ziel ist ein neuer E-Entrepreneurship-Lehrstuhl für Berlin

 Warum gibt es eigentlich keine digitalen Weltmarktführer aus Deutschland und wie können Hochschulen zum Startup-Hotspot für die Digitale Wirtschaft werden? Diese und andere Fragen sollen beim E-Entrepreneurship Flying Circus diskutiert werden. Die bundesweite Bustour hat sich dabei hohe Ziele gesetzt. 1. E-Entrepreneurship soll als Lehrfach an den Hochschulen motiviert werden. 2. Aktuelle und zukünftige Studierende sollen für E-Entrepreneurship begeistert werden. 3. Die Chancen und Möglichkeiten der digitalen Wirtschaft sollen kommuniziert werden. „Am Ende muss der Impuls und die Notwendigkeit für 10 neue Lehrstühle für E-Entrepreneurship an deutschen Hochschulen stehen, um die Gründerausbildung für die Digitale Wirtschaft fest in Deutschland zu verankern. Einer davon natürlich an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin“ so Kollmann abschließend zu den Zielen der Bustour.

 Tagesablauf des E-Entrepreneurship Flying Circus am 08.10.14 an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin, Campus Schöneberg – Haus B

10:00 Uhr – 10:30 Uhr Opening „E-Entrepreneurship Flying Circus“ (Prof. Tobias Kollmann)

10:30 Uhr – 11:00 Uhr Vorstellung „Gründerlehre/-förderung vor Ort“ (Prof. Sven Ripsas)

11:00 Uhr – 12:00 Uhr Podium „Digitale Weltmarktführer aus Deutschland?!?“

(mit: Lars Klingbeil, Constanze Buchheim, Christian Nagel, Prof. Tobias Kollmann, Moderation: Corinna Visser)

12:00 Uhr – 14:00 Uhr Mittagspause

14:00 Uhr – 14:45 Uhr Vorlesung „Was ist E-Entrepreneurship?“ (Prof. Tobias Kollmann)

14:45 Uhr – 15:00 Uhr Q&A „E-Entrepreneurship als Lehrfach?!“ (Prof. Tobias Kollmann/Prof. Jörg Müller-Lietzkow)

15:00 Uhr – 16:00 Uhr Meetup „Digitale Startups vor Ort“

(mit: Frederic Westerberg, Moritz Klussmann, Tim Fronzek, Björn Sykora, Moderation: Tilo Bonow)

16:00 Uhr – 17:00 Uhr Podium „Chancen für digitale Startups vor Ort“

(mit Sascha Schubert, Tom Kirschbaum, Peter Borchers, Prof. Sven Ripsas, Moderation: Florian Nöll)

Anschließend „Get Together“ (mit einem Grußwort von Dorothee Bär)

Extrapunkt: Sigmar Gabriel und Prof. Tobias Kollmann im Gespräch mit Corinna Visser (wird zeitlich mit Ankunft des Bundeswirtschaftsministers ins laufende Programm eingebaut)

 

Eintritt: Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos

Zielgruppe: Schüler, Studenten, Gründer, Multiplikatoren, Hochschule, Politik, Presse

 

Partner des E-Entrepreneurship Flying Circus

 Partner sind der Beirat Junge Digitale Wirtschaft im BMWi, der Bundesverband Deutsche Startups e.V., der Bundesverband Digitale Wirtschaft e.V., der eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V., der Förderkreis Gründungs-Forschung e.V., der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. sowie D64 – Zentrum für Digitalen Fortschritt e.V. und cnetz – Verein für Netzpolitik e.V.

 

Des E-Entrepreneurship Flying Circus im Netz

 www.digital-ist.de/EEFC14

www.twitter.com/EEFC14

 

Informationen zum Wissenschaftsjahr 2014

Die digitale Gesellschaft ist eine Gesellschaft im Umbruch. Digitale Technologien durchdringen unseren Alltag und bieten eine Vielzahl neuer Möglichkeiten. Das Wissenschaftsjahr 2014 – Die digitale Gesellschaft zeigt auf, wie Wissenschaft und Forschung diese Entwicklung mit neuen Lösungen vorantreiben und widmet sich den Auswirkungen der digitalen Revolution. www.digital-ist.de

 

Informationen zum Organisator

Prof. Dr. Tobias Kollmann ist Inhaber des Lehrstuhls für E-Business und E-Entrepreneurship an der Universität Duisburg-Essen. Seit 1996 befasst er sich mit wissenschaftlichen Fragestellungen rund um die Themen Internet, E-Business und E-Commerce. Als Mitgründer von AutoScout24 gehörte er mit zu den Pionieren der deutschen Internet-Gründerszene und der elektronischen Marktplätze. Er ist erfolgreicher Autor der führenden Lehrbücher für „E-Business“ und “E-Entrepreneurship” und gehört laut dem Magazin Business Punk (Ausgabe 02/2014) zu den 50 wichtigsten Köpfen der Startup-Szene in Deutschland. Als Investor finanzierte er über die letzten 10 Jahren zahlreiche junge Unternehmen der Net Economy, wofür er vom Business Angels Netzwerk Deutschland (BAND) im Jahr 2012 zum „Business Angel des Jahres“ gewählt wurde. 2013 wurde er als Kernmitglied in den neu geschaffenen Beirat „Junge Digitale Wirtschaft“ des BMWi berufen und auch zu dessen Vorsitzenden ernannt. 2014 beruft ihn der Wirtschaftsminister von Nordrhein-Westfalen Garrelt Duin zum Beauftragten für die Digitale Wirtschaft in NRW.

Plakat_Berlin

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Lesetipp – Ben Horowitz: The Hard Thing About Hard Things. Building a Business When There Are No Easy Answers

In seinem Buch „The Hard things about Hard things. Building a Business When There Are No Easy Answers“ erklärt Gründer, Investor und Blogger Ben Horowitz pointiert und auf brutal ehrliche Weise wie man als Gründungs-CEO im harten Start-up -Alltag überlebt. Der Internet-Pionier sollte es wissen: Bevor Horowitz den im Silicon Valley ansässigen VC Andreessen Horowitz mitgründete, war er 1995 einer der ersten Produkt Manager bei Netscape und wurde dort kurze Zeit später Vice President. Im Anschluss gründete er Loudcloud mit und brachte das Unternehmen als CEO nach dem Platzen der Dotcom-Blase 2001 unter widrigen Bedingungen erfolgreich an die Börse. 2007 ging das Unternehmen unter dem Namen Opsware für 1,6 Milliarden USD an Hewlett-Packard.

Mit diesen Erfahrungen im Gepäck gibt Horowitz wertvolle Tipps, wie die wirklich harten Herausforderungen beim Aufbau eines Unternehmens zu bewältigen sind und wie man als Gründer sein Start-up zum Erfolg führt. Dabei fesselt Horowitz mit Witz, Relevanz und einer Spur amerikanischem Pathos: Er geht auf die Probleme und Herausforderungen ein, die ihn im Laufe seiner Karriere bewegt haben und reichert diese mit persönlichen War Stories und Rap Zitaten an. Denn von Rappern können Unternehmer, laut Horowitz, ebenfalls lernen: „They aspire to be both great and successful and see themselves as entrepreneurs, many of the themes – competing, making money, being misunderstood – provide insight into the hard things.“ Kein große Überraschung also, dass Horowitz Buch, das im März diesen Jahres erschienen ist, bereits als Bibel für Jungunternehmer im Silicon Valley gehandelt wird.

Wenn auch primär an Start-up CEOs gerichtet, ist „The Hard Things About Hard Things“ auch ein Must Read und spannende Lektüre für alle Manager und Start-up Personaler, da das Thema Recruiting und Management, zentral mit dem Start-up Erfolg verbunden, auch unweigerlich den Weg in die Riege der „Hard Things“ schafft.

So gibt Horowitz unter anderem Tipps dazu, wie Politik im Start-up am besten minimiert werden kann, wie die richtige Art von Ambition von der falschen unterschieden werden kann, welche Titel und Beförderungen zu welchem Zeitpunkt Sinn machen oder in welchen Fällen auch sehr smarte Mitarbeiter zu schlechten Mitarbeitern werden können. Auch auf die Frage welchen Grundanforderungen ein exzellenter Head of HR gerecht werden sollte bietet Horowitz eine schlagkräftige Antwort, die wir unterschreiben können.

Aus der HR Perspektive sind auch seine entgegengesetzten Positionen zu konventionellen Empfehlungen von VCs oder erfolgreichen Gründern interessant, wie beispielsweise leitende Manager von großen Unternehmen früh ins Start-Up zu holen, Executive Positionen nur im Konsens zu besetzten oder zentralen Mitarbeitern, die bereits auf dem Weg nach draußen sind, mit einem besseren Angebot zum Bleiben zu bewegen.

Kurzum deckt Horowitz unverblümt und unterhaltsam die seiner Meinung nach wirklich harten Herausforderungen eines Gründers im Start-up-Alltag ab und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund, denn um es mit seinen Worten zu sagen: „If you are going to eat shit, don’t nibble.“

Zum Buch auf Amazon: http://amzn.to/1jTHi7K

Horowitz Erlöse des Buches gehen übrigens zu 100% an den American Jewish World Service, um Frauen in Notsituationen bei der Durchsetzung ihrer Rechte zu unterstützen.

– Martina Weiner